Um festzustellen, wie wasserdicht und winddicht Regenbekleidung ist, spielen Wassersäulendruck und Atmungsaktivität eine große Rolle.
Was bedeutet Wassersäulendruck?
Der Wassersäulendruck wird in Millimeter gemessen. Je höher er ist, desto wasserdichter ist das Produkt. Wenn die Regenkleidung einen ganzen Tag eingesetzt werden soll (z.B. bei Pferden, die den ganzen Tag bei Regen auf der Koppel stehen), sollte man Minimum einen Wassersäulendruck von 8.000 Millimeter auswählen. Gleichzeitig sollten die Nähte geschweißt oder geklebt sein. Das ist optimal bei Schlagregen.
Für eine „normale“ Outdoor-Nutzung ist ein Wassersäulendruck von 5000 – 10000 Millimeter ausreichend.
Geschweißte oder geklebte Nähte bei Regenbekleidung
Es gibt zwei verschiedene Methoden, um zusammengefügte Teile bei Regenbekleidung fest zu verbinden - entweder es wird geschweißt oder geklebt. Das ist mindestens genauso wichtig, wie die Wasserdichte des Materials.
Geklebte Nähte bedeutet, dass sie mit einem Spezialtape versiegelt sind. Schweißen ist ein technischer Vorgang, der angewendet wird statt nähen. Je nach Stärke des Materials wird entschieden, welches Verfahren angewendet wird.
Beide sind absolut zuverlässig und gleich gut in der Wirkung.
Die Atmungsaktivität wird MVP genannt.
Der Begriff steht für die Menge an Feuchtigkeit, die aus der Membran herausgeführt wird. MVP wird in G/m2 x 24 h angegeben. Das bedeutet die Menge Feuchtigkeit, die per Quadratmeter in 24 Stunden abtransportiert wird.
Deshalb sollte man bei viel Bewegung einen hohen MVP wählen.
Regenkleidung mit Membran
Eine Membran ist eine Zwischenschicht zwischen der äußersten und innersten Schicht der Regenkleidung. Die Aufgabe einer Membran ist, die Kleidung, wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv zu machen. Wind und Wasser werden abgehalten, überschüssige Wärme und Feuchtigkeit kann abgeleitet werde, sodass man nicht friert. Bei Schuhen kennt man Goretex.
Der Körper bleibt gleichmäßig temperiert, ohne zu schwitzen oder zu frieren.