Die Wanderratte
Die Wanderratte ist die bei uns am häufigsten vorkommende Rattenart und ihre volkstümlichen Bezeichnungen wie Wasser- oder Kanalratte deuten auf ihre Vorliebe für Wasser hin. Man findet sie an Gräben, Flüssen, Kanälen oder Bächen. Von dort gelangt sie auch in die Kanalisation und damit in die unmittelbare menschliche Umgebung. Auch an trockenen Orten wie Mülldeponien, Viehstallungen oder Getreidespeichern tritt sie auf. Die Wanderratte lebt in Rudeln und ist bekannt für ihre Intelligenz und ihr Misstrauen, weshalb sich eine Bekämpfung oftmals als äußerst schwierig herausstellt. Sie ist ein Allesfresser und wird schädlich durch den Fraß an Lebens- und Futtermitteln, deren Verschmutzung durch Kot und Urin sowie durch Übertragung von Pilzen und Milben. Ratten haben eine herausragende Bedeutung als Überträger gefürchteter Krankheiten auf Mensch und Haustiere.
Die Hausratte
Die Hausratte bevorzugt warme und trockene Orte wie beispielsweise Speicher oder Hausböden. Sie ist ein sehr guter Kletterer und nutzt ihren Schwanz als Stütz- und Balancierwerkzeug. Der Schaden gleicht dem der Wanderratte. Hausratten treten in Deutschland allerdings seltener auf als Wanderratten.
Die Hausmaus
Die Hausmaus hat sich stark an den Menschen gebunden und kommt in erster Linie in Gebäuden vor. Bevorzugt lebt sie in trockenen Räumen, kann sich jedoch gut an verschiedene Bedingungen anpassen (Vorkommen in Kühlhäusern). Die Hausmaus wird schädlich durch Fraß von Lebensmitteln und deren Verunreinigung mit Exkrementen. Auch die Nagetätigkeit an Gegenständen, Papier, Textilien u.a. zur Gewinnung von Nestmaterial hat große Bedeutung. Zusätzlich können verschiedene Krankheiten durch Kot, Urin oder befressene Lebensmittel übertragen werden.