Isländer
Islandpferde - auch Isländer oder Islandponys - sind überaus ausdrucksstarke und kraftvolle Pferde, die über einen stämmigen, kräftigen Körperbau verfügen. Die lange, meist wuschelige und üppige Mähne sowie der Schweif sind ein typisches Merkmal dieser Rasse. Fünf Gänge, wallende Mähne, große Ausdauer, robuste Gesundheit und gutmütiger Charakter sind ihre Markenzeichen.
Mit ihrer geduldigen und ruhigen Art sind sie besonders für Anfänger und Kinder geeignet, werden aber auch von erfahrenen Reitern sehr gerne geritten. Isländer zeigen ein intaktes Sozialverhalten. Sie sind mutig, klug und lernwillig und gelten als kooperativ, leistungsbereit und unkompliziert im Umgang. Ihre Reiter können sich auch in schwierigen Situationen auf sie verlassen.
Als Isländer werden nur rein gezogene Tiere anerkannt, deren Abstammung lückenlos bis Island nachverfolgt werden kann. Die Einfuhr von Pferden nach Island ist zur Vermeidung von Krankheiten verboten. Pferde, die zwar in Island geboren wurden und einmal die Insel verlassen haben, dürfen nicht wieder nach Island zurückgebracht werden.
Islandponys sind robust und wetterhart und werden nach Möglichkeit ganzjährig im Freien gehalten. Sie sind erst mit ca. sieben Jahren ausgewachsen und können bis weit über das 25. Lebensjahr geritten werden. Ein Islandpony verfügt nicht nur über die Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp, sondern auch über die Gangarten Tölt und Pass. Auf einem töltenden Pferd sitzt der Reiter wie in einem Sessel. Die Gangart Tölt ist für Reiter sehr angenehm und hat wesentlich zur Beliebtheit und Verbreitung des Islandpferdes beigetragen. Sie ist den Pferden angeboren. Isländer gelten von der Herkunft und Größe her international als Ponyrasse. Neutral ist die Bezeichnung Isländer. Traditionell bekommen Isländer in allen Ländern isländische Namen, verbunden durch das Wort "von" mit dem Hof- oder Gestütnamen.